Ausflug der Steglitzer in den Harz

Gemeindebrief
von Armin M.
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Früh schon fanden sich am Sonntag, dem 3. Juli 2022 erste Fahrgäste für einen Besuch der Gemeinden Quedlinburg und Staßfurt im SMH zu einem Tagesausflug ein.

Die Gemeinde Steglitz organisierte nach den ersten Lockerungen der Corona-Vorsorgen ein schon länger geplantes Treffen. Nun sollte eine gemeinsame Busfahrt mit Freunden der Gemeinde Steglitz stattfinden. Ein diagnostischer Schnelltest bei allen ließ keinen „positiv“ zurück. Fast pünktlich traten wir die 220 km lange Reise in das Harz-Vorland an. Detlef Glistau, der Quedlinburger Gemeindeleiter, begrüßte bei der Ankunft winkend alle Reisenden am Fuße der Warnstedter Mühle, in welcher auch der Gottesdienst stattfinden sollte. Nicht nur Fahrgäste beförderte der Hummel-Bus, sondern auch notwendige Klapptische und Bänke sowie Zelte und die Chorverstärkung für den Gemeindechor. In Windeseile wurde alles innerhalb und außerhalb der Mühle aufgebaut, während der Chor für den Gottesdienst probte.

Das angesagte Programm ließ in der Vorschau allen aktiven und passiven Gästen die Wahl, Seele baumeln oder Muskeln spielen zu lassen.

Das ausgewählte Gemeindelied zum Gottesdienst passte perfekt zum Sommertag: Geh‘ aus mein Herz und suche Freud in dieser schönen Sommerzeit…Prediger Rainer Gerhardt stellte seine Predigt unter das Wort des Petrus in seinem 1. Brief und 5. Kapitel Vers 7: Alle eure Sorge werfet auf ihn, denn er sorgt für euch.

Das Hilfsangebot Gottes spiegelt sich in diesem Bibelwort: Mach dir keine Sorgen, vertraue, auch wenn du Gott nicht siehst. Denn Momente im Leben gibt es mit der Erkenntnis: ja, da gibt es eine Hand, die mich schützt und leitet. Wir bitten Gott als Helfer, aber auch Menschen als Helfer gibt es. Das ist Gottes Wille und von Wichtigkeit in dieser besonderen Zeit. Gebete nicht nur für uns selbst zu sprechen, sondern auch für andere. Alles Worte, die einem Gemeindetag gegeben wurden, in welchem die Begrifflichkeit „gemeinsam“ enthalten ist. Kirche heißt nicht, du musst, du sollst, sondern du darfst. Kirche heißt auch, wir lassen keinen allein, nein, wir, Jung und Alt, rücken zusammen, so dass die Kinder später sagen können, sonntags war es immer schön… Wir Älteren kennen die Begeisterung für diesen unseren Glauben. Ordnung ist nicht gegen uns geschaffen, sondern f ü r uns.

Nach dieser geistigen Stärkung kam die Stärkung für Leib und Magen in Form einer kleinen mobilen Feldküche, deren Produkte frische, leckere Landkost versprach.

Wer wollte, konnte nun mit einem Kleinbus zum Teufelsmauer-Stieg fahren. Am Nordrand des Harzes ist das ein begehrtes Ausflugsziel, bestehend aus Sandstein. Dieses hat sich vor 80 Millionen Jahren aus weichen und harten Gesteinschichten gebildet.

Wieder andere nahmen an Geschicklichkeitsspielen teil, die in der Nähe und auf dem Plateau der Mühle stattfanden. Ein sehr reichhaltiges Kuchen- und Dessertbuffet der Gastgeber ließ alle „Horrorszenarien“ über Kalorien über Bord werfen. Wieder andere ergötzten sich am Ausblick über Tal und Felder dieser Landschaft bis hin zum hügeligen, bewaldeten Harzmassiv im Hintergrund bei blauem Himmel und weißen Tupfenwolken. Dazu wehte ein warmes, zugleich kühlendes, Lüftchen.

Man spürte, hier muss der Liederdichter Paul Gerhardt gesessen haben, als er die dritte Strophe des vorher gesungenen Sommerliedes gedichtet hat: „Die Lerche schwingt sich in die Luft, das Täublein fliegt aus seiner Kluft und macht sich in die Wälder. Die hochbegabte Nachtigall ergötzt und füllt mit ihrem Schall Berg, Hügel, Tal und Felder.“

Tatsächlich schwebte etwas über uns. Eine Drohne hielt mit ihrer montierten Kamera alle Gäste im Bilde fest.

Eine liebevolle Idee der Gemeindehelfer:innen, auf der Rückfahrt alle mit einem leckeren Abendbrot am Sitzplatz zu servieren, ließ einen dankerfüllten Tag ausklingen.

Ein sanft schaukelnder Reisebus tat sein Übriges, wohlwollend auf diesen Tag zu blicken.