Bekanntschaften auf Wanderwegen

Gemeindebrief
von Martina F.
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2009 machte ich mal wieder einen Kurzurlaub in der Sächsischen Schweiz. Ich habe dort nach der Wende ein Gasthaus im Kirnitzschtal entdeckt, in das ich immer mal wieder fahre, weil ich die Familie dort auch kennengelernt habe und deren Höhen und Tiefen miterlebt habe.

An einem Tag wanderte ich nach Rathen. Im strömenden Regen, aber dennoch guter Dinge. In Rathen angekommen, setzte ich mich in ein Gasthaus an der Elbe, um was zu essen. Hier kam ich mit einer Dame ins Gespräch, sie war witzigerweise auch aus Berlin. Bei Regen wandern und trotzdem fröhlich sein,,… das verbindet. Wir unterhielten uns gut und lange und beim Abschied gab ich ihr eine Visitenkarte vom St.-Michaels-Heim.

Neulich sprach mich morgens eine Dame in der Rezeption an: ob ich mich erinnern würde? Wir hätten uns vor vielen Jahren mal beim Wandern im Elbsandsteingebirge kennengelernt. Sie hätte jetzt eine Auszeit gebraucht und war deshalb als Berlinerin zu uns ins SMH gekommen, um mal von zuhause weg zu sein. Sie hätte sich meiner erinnert und daher das SMH als ihr kurzfristiges Ausruh-Domizil gewählt.

Ist das nicht schön? Nach so vielen Jahren? Sie hat sich sehr wohl gefühlt und wird bestimmt nicht das letzte Mal bei uns gewesen sein.

Fazit:

Man weiß nie, warum man jemandem begegnet. Man sollte aber für jede Begegnung dankbar sein.