Ein Herz für die Natur

Gemeindebrief
von Janina P.
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Der warme, beruhigende Duft von Lavendel liegt in der Luft und das Summen von Bienen aller Art erklingt wie eine leise Musik der Natur.

Wer in den letzten Monaten auf dem Weg zur Gedenkstätte im St. Michaels-Heim war hat es schon gesehen– im ehemaligen Kinderbeet wurde fleißig gebuddelt, ausgesät, umgegraben und gepflanzt. Heilkräuter und Pflanzen wie Schafgarbe, Spitzwegerich, Ringelblume, Salbei, Kamille, Brennnessel, Frauenmantel, Thymian, Johanniskraut, Alant und vieles mehr umspielen das mittig gelegene Lavendelherz. Ein Ort des Wohlbefindens, des Auftankens und der Erholung. Eine kleine Oase, um durchzuatmen und die Zeit kurz anzuhalten. Dieses Ziel verfolgt die ehrenamtliche Gartengruppe unserer Kirche seit über einem Jahr.

"Die ganze Natur soll dem Menschen zur Verfügung stehen, auf dass er mit ihr wirke, weil ja der Mensch ohne sie weder leben noch bestehen kann."

Hildegard von Bingen

Angelehnt an die Kräuterheilkunde Hildegard von Bingens (1098-1179), einer bedeutenden natur- und heilkundigen Universalgelehrten des Frühmittelalters, entsteht ein Kräuterbeet mit verschiedenen Heilpflanzen für Körper und Seele. Die Gabe Hildegard von Bingens war es, die „Zusammenhänge der gesamten Schöpfung“ zu sehen und zu verstehen. Wahres Gesundsein und Heilungsgeschehen, kann nur erlangt werden, wenn Mensch und Natur im Einklang miteinander leben und das „harmonische Zusammenwirken von Körper, Geist und Seele in Verbindung mit Gott erfolgt“.

Ähnlich wie unser Kirchengründer Joseph Weißenberg, betonte Hildegard von Bingen, dass körperliche Krankheiten seelische Ursachen haben. „Der Mensch ist den Elementen verbunden und die Rückbindung an den Kosmos gehört zur Heilung, denn Krankheiten entstehen aus einer Disharmonie zwischen Mensch und Schöpfung“.

Zurück zur Natur und ihren vielen wirkungsvollen Pflanzen, die sie uns bereitstellt.

Im Beet lassen sich Kräuter- und Gewürzpflanzen finden, die auf die verschiedenen Organe des Menschen eine heilsame Wirkung haben. Auch können Stachel- Walderdbeeren oder schwarze Johannisbeeren geerntet werden. Das junge Aprikosenbäumchen braucht allerdings noch ein wenig Zeit, bis es seine ersten reifen Früchte trägt. Es nimmt immer mehr Gestalt an und soll zukünftig ein begehbares Kräuterbeet mit Beschilderung der einzelnen Pflanzen und ihrer Wirkung bekommen. Auch wird sich etwas am Rundweg und seinem Eingang tun. Somit ist jeder der möchte eingeladen einen ruhigen Moment zwischen den duftenden Pflanzen und Kräutern zu genießen, sich zu erkundigen oder einfach einmal durchzuatmen.

Damit unser Kräuterbeet größer, prächtiger und bunter werden kann freuen wir uns über jede Spende. Weitere Informationen hierzu folgen noch.

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