Gedanken zu Trauer und Abschied

Gemeindebrief
von Lisa F.
PDF-Ansicht

“Ohne Liebe gibt es keine Trauer. Trauer ist der Preis, den du für deine Bindung, deine Liebe, zahlst, die du erlebt hast.”

Diese Worte aus einem christlichen Heftchen haben mich beschäftigt, denn sie bedeuten ja, dass ich den Verstorbenen geliebt haben muss, damit ich Trauer empfinden kann. Trauer ist also der Preis für die Liebe. Es ist also völlig richtig und gut, wenn ich um einen geliebten Menschen trauere. Auch wenn es manchmal lange andauert, so weiß ich doch, dass meine Trauer aus einer großen Liebe resultiert.

Das kann mich trotz aller Traurigkeit ein bisschen froh machen. Manchmal bekommt die Trauer Licht und Leichtigkeit, wenn ich glauben kann, dass der geliebte Mensch in seiner himmlischen Heimat angekommen ist. Ich sehe zum Beispiel meine kleine Schwester Michi immer auf einer Himmelswiese tanzen. Das macht mich jedes Mal froh. Allerdings ist sie schon vor vielen Jahren heimgegangen und die Trauer war am Anfang sehr groß. Das gehört einfach zum Leben, und es ist doch tröstlich, wenn man die Trauer als Preis für die Liebe sehen kann, denn es gibt nichts Größeres und Schöneres als die Liebe.

Die größte Herausforderung unseres Lebens besteht darin, Freundschaft mit uns selbst und mit unserem Tod zu schließen. (anonym)

Man kann den Tod eines geliebten Menschen tief und innig beklagen und doch in Hoffnung weiterleben. (Theodor Fontane)

Was bleibt, ist die Liebe. Da ist ein Land der Lebenden und ein Land der Toten und die Brücke zwischen ihnen ist die Liebe - das einzige Bleibende,der einzige Sinn. (Thornton Wilder)