Gemeindetage Steglitz und Hauptgemeinde

Gemeindebrief
von Armin M.
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Die Predigerin Christine Werner wählte für ihren Gottesdienst Worte aus dem Brief des Paulus an die Philipper (Kapitel 2, Vers 1-4), den Paulus aus seiner Gefangenschaft heraus an seine Gemeinde schrieb.

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Für einen Gemeindetag sind es passende Ermahnungen, einig und in herzlicher Liebe untereinander einmütig und einträchtig zu sein. Nichts aus Eigennutz zu tun, oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst. Und jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient. Trefflicher hätte die Mahnung an eine Gemeinschaft nicht sein können, die nach zwei Jahren pandemiebedingter Zurückhaltung nun wieder körperlich beieinander war.

Unsere Kirchenleitung wohnte zur Freude aller diesem Gemeindetag bei. Stefan Tzschentke richtete ein Grußwort an die Gemeinde, welches sich im Wesentlichen auch an der Einigkeit orientierte, und - natürlich - das Motto dieses Tages beinhaltete: 99 Jahre Gemeinde Steglitz!

Die fleißigen Rechner unter uns zweifelten eine hundertjährige Gemeinde im nächsten Jahr 2023 an, denn die Gründung der Johannischen Kirche geschah 1926, wie alle Konfirmanden es erlernen. Die Auflösung dieser Diskrepanz ist ganz einfach mit dem Eifer der Gemeinde zu begründen, die immer vorn dabei war, denn das „Vorleben“ der Johannischen Kirche bestand aus Vereinigungen und Versammlungen der „Ernster Forscher von Diesseits nach Jenseits. Wahrer Anhänger der christlichen Kirchen“. Diese Versammlungen hatten schon vor 1926 feste Gemeindestrukturen mit Gottesdiensten und Verkündigungen und bauten bereits ab 1919 an einem Sozialwerk namens „Friedensstadt“.

Daher wählte der Steglitzer Gemeindeleiter Fabian Gerhardt mit seinem Team den plakativen 99. vor dem 100. Geburtstag im nächsten Jahr.

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Wohl alle bemerkten im Verlauf des Nachmittags die große Schar der vielen Kinder, die alle einen kräftigen „Schuss“ in den letzten zwei Jahren gemacht haben. Ihr lautes Kinderlachen und ihre Freude waren Seelenbalsam für viele.

Alle, ob alt oder jung, packten tatkräftig mit an, ob Getränke (bei diesen Temperaturen ein Labsal) oder beim Geschirr. Die Vielzahl der jungen Geschwister unserer Gemeinde sind unser Zukunftskapital, die ukrainischen Kinder unserer Gäste kamen noch hinzu und diese beteiligten sich fleißig an Sport und Spiel ungeachtet ihres Sprachdefizits. Kinder unter sich haben in diesen Situationen keine Probleme bei der Verständigung. Lustig zu sehen und zu hören, wie ukrainische Kinder mit ihren wenigen Deutschvokabeln, sich zu verständigen wussten. Gestik und Mimik halfen einem kleinen Mädchen mit einem niedlichen Kauderwelsch ihre Bastelarbeit, einer älteren Schwester auf Nachfrage, zu erklären.

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Bei Sport und Spiel stand die „99“ im Mittelpunkt. Personen mussten sich zusammenfinden, die zusammen ein Lebensalter von 99 ergaben, Einkaufstaschen konnten mit „100 Jahre“ besprüht werden. Mit dem Versprechen, dass die 99 die neue 100 ist. Die vielen Spraydosen ließen das Talent künftiger Graffitisprayer erahnen. Kurzweilige Denksportaufgaben drehten sich um die Zahl 99 und mussten erfüllt werden.

Lachen, Rufen und Applaus schallte über das Gelände des SMH vom Platz vor dem Großen Saal. Endlich war mal wieder was los…

Ein schöner, dankerfüllter Tag neigte sich in fröhlicher Runde dem Ende zu und jetzt merkte man auch, wie schmerzlich solche Tage in der Vergangenheit vermisst wurden.

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Gemeindetag der Hauptgemeinde

Am 03. Juli feierte die Hauptgemeinde ihren diesjährigen Gemeindetag bei schönstem Sonnenschein im SMH.

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Bei leckeren und frisch gegrillten Burgern, kalten Erfrischungsgetränken und fröhlichen Gesprächen kamen die Geschwister im Garten zusammen, um die Gemeinschaft zu spüren, die uns in den letzten beiden Jahren nicht gegeben war.

Liebe Grüße Anne