Theater-Tipp "Die zwei Päpste"

Gemeindebrief
von Konstanze P. / Foto: Bernd Brundert / Renaissance-Theater
PDF-Ansicht

Ein Film von Fernando Meirelles, der Ende August 2019 Premiere hatte und auf dem Buch von Anthony McCarten basiert: „Die zwei Päpste: Franziskus und Benedikt und die Entscheidung, die alles veränderte“. Schon der Film hat mich, als ich ihn im letzten Jahr sah, sehr fasziniert und deshalb habe ich mir kürzlich auch das Theaterstück im Renaissance –Theater angesehen. Und ich war wieder begeistert.

Von Guntbert Warms inszeniert, bringen die beiden Schauspieler Walther Sittler und Walther Kreye - beide als Kommissare wohlbekannt - die Auseinandersetzung und die Dialoge der beiden in der historischen Situation der Machtablösung unterhaltsam und packend auf die Bühne. Zwei Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten: theologisch, kirchenpolitisch, menschlich, und kulturell, setzen sich mit den Problemen der Kirche, mit der grundsätzlichen Frage nach Schuld, der Unmöglichkeit von Unfehlbarkeit und den nötigen Veränderungen der Kirchen ganz allgemein auseinander. Und sie kommen sich dabei auch privat bei Fußballspiel und Pizza, Klavierspiel, Besuch der Sixtinischen Kapelle und gegenseitiger Beichte näher. Beginnend mit dem Tod von Papst Johannes II. und endend mit der Antrittsansprache von Papst Franziskus (im Originalton) folgt man mit Spannung dieser achtungsvollen Begegnung des Erzkonservativen mit dem Reformer in beeindruckender Kulisse. Film und Theaterstück sind sehr empfehlenswert!

Im Theater ist das Stück im aktuellen Programm leider nicht enthalten und erst wieder anzuschauen, wenn die beiden Schauspieler gemeinsam Zeit haben, aber den Film gibt auf Netflix.

688c362a-b4d5-11ec-bfed-06c8df0f76b1 Zwei Theologen, zwei Welten: Kardinal Bergoglio (Walter Sittler) und Papst Benedikt XVI. (Walter Kreye, v.l.) Foto: Bernd Brundert / Renaissance-Theater