Tolles Gemeinschafts-Wochenende 2022

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Treffen auf dem Schönhof vom 10. bis 12. Juni

Wir, das sind 17 Teilnehmer des Gemeinschaftstreffens und 8 Arbeitseinsätzler, verbrachten vom 10. bis 12. Juni ein wunderschönes Wochenende auf Gut Schönhof. Alle Altersgruppen waren vertreten von jung bis ältere Junggebliebene. Am Freitag nahm Kerstin Böttcher uns nach und nach alle in Empfang. Jeder konnte sich für den nächsten Tag zu Aufgaben wie Kräuter sammeln, abwaschen, Brötchen backen und vieles mehr eintragen. Ein erstes Kennenlernen der Teilnehmer mit anschließendem Abendgebet ließ den Tag ausklingen. Dann bezogen wir unsere Hütten, in denen die Jugend während der Sommerfreizeiten übernachtet.

Der Samstag begann mit einem leckeren Frühstück im Jugendraum. Alle anderen Mahlzeiten konnten wir dank des guten Wetters draußen zu uns nehmen. Danach teilten wir uns in Gruppen auf. Ich entschied mich für Kräuter sammeln, abwaschen und für einen Gesprächskreis zur Gemeinschaftsbildung nach Methoden des US-Psychotherapeuten Scott Peck. Hierbei erklärte uns Kerstin Böttcher die Regeln und übernahm zunächst die Gesprächsleitung. Obwohl wir uns zum Teil nicht kannten, entwickelten wir in kürzester Zeit ein erstaunliches Zusammengehörigkeitsgefühl und emotionale Nähe. Am meisten beeindruckte mich die Regel, dass man nur sprechen darf, wenn einen etwas berührt, was der andere gesagt hat. Man sollte auch nicht nachfragen. Dabei lernte ich erst einmal, gut zuzuhören und zu überlegen, was und wie man etwas sagen will.

Anschließend wurden alle für das Mittagessen benötigten Zutaten, die um das Gut Schönhof herum wachsen, gesammelt und das Essen gemeinsam zubereitet. Nach kurzer Pause für Abwasch und Aufräumen folgte der zweite Gesprächskreis zur Gemeinschaftsbildung, der unser Zusammenwachsen noch vertiefte. Danach gab es bei einem Rundgang über den Hof interessante Informationen, und wir gingen noch weiter bis zum Weiher. Bei all dem hatten wir viel Zeit, um uns noch besser kennenzulernen. Abends saßen wir an einem Lagerfeuer und genossen den schönen Tagesausklang.

Der Sonntag begann mit einem leckeren Frühstück mit selbstgebackenen Brötchen und anderen Köstlichkeiten. Dann ging es zur Friedhofskapelle zum Gottesdienst. Auf die geistige Speise folgte die körperliche mit einem riesigen Büfett. Nach einem Gruppenfoto und einer liebevollen Verabschiedung brachen wir alle in unsere jeweilige Heimat auf. – Viele Eindrücke und Kontakte wirken noch lange nach und hinterlassen ein fröhliches Gefühl der Verbundenheit. Dieses Wochenende weckte in mir Erinnerungen an die Zeltlager in meiner Jugendzeit und die damalige Freude an der Gemeinschaft. Da die Friedensstadt auch einmal wie eine Gartenstadt werden soll mit Möglichkeiten zur Selbstversorgung, ist dieses Projekt auf Gut Schönhof ein wundervoller Einstieg dazu. Ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen.