Unser Weg zum Vaterhaus

Gemeindebrief
von Lisa F.
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Eine Strophe des Liederdichters Georg Thurmair (1909- 1984) stand in den Losungen der Herrnhuter Brüdergemeinde und hat mich sehr angesprochen:

“Wir sind nur Gast auf Erden und wandern ohne Ruh mit mancherlei Beschwerden der ewgen Heimat zu. Nur einer gibt Geleite, das ist der Herre Christ: Er wandert treu zur Seite, wenn alles uns vergisst. Gar manche Wege führen aus dieser Welt hinaus. O dass wir nie verlieren den Weg zum Vaterhaus!”

Diese Zeilen können eine Hilfe sein in schwierigen Zeiten, denn wie oft vergessen wir, dass wir nur Gast auf Erden sind. Wir haben alle mancherlei Beschwerden, je älter wir werden umso mehr, und innere Ruhe fehlt uns auch oft sehr. Da ist es doch sehr tröstlich, dass einer uns immer zur Seite steht und uns begleitet mit seiner unglaublichen Liebe. Wenn alle anderen Menschen uns vergessen und wir uns verlassen und einsam fühlen, ist Gott doch immer bei uns und führt uns aus jedem tiefen Tal wieder hinaus. Wir brauchen nur die Hände falten und auf ihn vertrauen, dann verlieren wir auch nicht den Weg zum Vaterhaus. Das hört sich so leicht an - ich weiß - aber jede Schwierigkeit, jeder Kummer, jede Ungerechtigkeit, jede Krankheit und jede Sorge arbeitet an uns und macht uns reifer, lässt uns wachsen und den Weg zum Vaterhaus besser erkennen.